Veranstaltungsdetails

WIE WIRKLICH IST DIE WIRKLICHKEIT?

Was ist "wirklich"? Und ist unsere Wirklichkeit überhaupt "wirklich" oder nur eine Konstruktion unseres Gehirns? Diese und weitere Fragen werden gegenwärtig ebenso leidenschaftlich wie kontrovers diskutiert, insbesondere im Anschluss an die Ergebnisse der modernen Hirnforschung. Wir werden diesen Fragen eingehend nachgehen und dabei einflussreiche und konträre Positionen aus den Bereichen Hirnforschung/Neurobiologie, Philosophie, Psychologie und Theologie berücksichtigen. In der Mitte der Tagung öffnen wir den Diskurs und werfen einen Blick in die faszinierende Welt der Fotografie, die unter den leitenden Gesichtspunkten Fotografie, Perspektive und Wirklichkeit unmittelbar mit dem Tagungsthema verbunden ist.

Termin

09.11.2019 bis 10.11.2019 (12:00 Uhr bis 13:30 Uhr)

Veranstaltungsort

Evang. Tagungsstätte Hofgeismar
Hofgeismar

www.tagungsstaette-hofgeismar.de

Weitere Informationen

Samstag, 9. November 2019

12.30 Uhr  Beginn der Tagung mit dem Mittagessen

13.30 Uhr  Begrüßung und Einführung

Dr. Konstantin Broese, M.A.

14.00 Uhr  Das reale Gehirn und seine Wirklichkeit

Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, Gründungsdirektor des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst (1997-2008) und Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2003-2011). Er gehört zu den international führenden Hirnforschern und hat zahlreiche Bücher und Artikel im Bereich der Neurobiologie und Neurophilosophie veröffentlicht, darunter seine viel beachteten und in zahlreichen Ausgaben/Auflagen erschienenen Bücher „Das Gehirn und seine Wirklichkeit. Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen", „Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert" sowie „Wie das Gehirn die Seele macht".

15.30 Uhr  Kaffeepause

16.00 Uhr  Warum die Wirklichkeit nicht im Gehirn ist

Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie, 2010 Ernennung zum Karl Jaspers-Professor für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Leiter des Referats „Philosophische Grundla-gen" der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie (DGPPN) und Präsident der European Associa-tion of Phenomenology and Psychopathology. Autor zahlreicher Bücher, u.a. des viel beachteten Buches: "Das Gehirn - ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption" (5. Auflage, Stuttgart 2017).

17.30 Uhr  Podiumsdiskussion I

18.00 Uhr  Abendessen

19.30 - 21.15 Uhr   Zeigt ein Foto die Wirklichkeit?

Stephan Wiesner, Fotograf und Schriftsteller aus Hermannsburg in der Lüneburger Heide. Seine Reiseberichte und Beiträge zum Fotografieren lernen begeistern 125.000 Fotografen auf YouTube. Weitere Informationen: https://www.instagram.com/stephanwiesner/   In seinem Vortrag zeigt Stephan Wiesner, wie sich die Wahrnehmung der Wirklichkeit durch die Linse verändert und wie wir diese teils verzerrte Wirklichkeit wahrnehmen. Die Kamera lässt uns Dinge sehen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Sie lässt uns aber auch Dinge erkennen, die wir täglich sehen, aber nicht wahrnehmen. Sie zeigt die schönsten und die schrecklichsten Momente des Lebens. Mit Hilfe einer Kamera kann man die Filter des Gehirns umgehen und festhalten, was wirklich vor einem steht.

 

Sonntag, 10. November 2019

8.00 Uhr  Frühstück

9.00 Uhr  Andacht

Studienleiterin Pfarrerin Christina Schnepel, Ev. Akademie Hofgeismar

9.45 Uhr  Gottes Wirklichkeit. Warum die Rede von Gott von der Wirklichkeit handelt

Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang, seit 2005 Direktor der Evangelischen Akademie im Rheinland. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören der Dialog der Naturwissenschaften mit den Geisteswissenschaften, insbesondere der Dialog der Naturwissenschaften mit der Theologie, sowie Fragen der Ethik im Bereich der Wissenschaften und Technik. Sein besonderes Augenmerk gilt der Frage, welche Bedeutung heute noch die Rede von Gott hat, angesichts der Tatsache, dass die Naturwissenschaften die Welt und den Menschen immer genauer und exakter beschreiben können. Wegweisend ist sein Buch: "Die Rede von Gott in einer offenen Wirklichkeit, Phänomenologisch-hermeneutische Untersuchungen nach Merleau-Ponty, Ricoeur und Waldenfels" (Freiburg, München 2016).

11.15 Uhr  Kaffeepause

11.30 Uhr  Warum Erkennen und Wirklichkeit zusammengehen

Prof. Dr. Wolfgang Welsch, er gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Theoretiker der Postmoderne. In Deutschland lehrte er zuletzt (Emeritierung 2012) als Professor für Theoretische Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Stanford und Atlanta. Publikationen u.a.: Unsere postmoderne Moderne (1987, 7. Aufl. 2008); Vernunft. Die zeitgenössische Vernunftkritik und das Konzept der transversalen Vernunft (1995; 4. Aufl. 2007); Mensch und Welt: Philosophie aus evolutionärer Perspektive (2012). 1992 erhielt er den Max-Planck-Forschungspreis, 2016 den Premio Internazionale d’Estetica.

13.00 Uhr  Podiumsdiskussion II und Fazit

13.30 Uhr  Abschluss der Tagung

Leitung

Studienleiter Dr. Konstantin Broese, M.A., Evangelische Akademie Hofgeismar

Zielgruppe

Interessierte

Buchungsoptionen / Preis

  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Verpflegung/Einzelzimmer), € 172.00
  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Verpflegung/Zweibettzimmer), € 166.00
  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Verpflegung - ohne Übernachtung/Frühstück), € 137.00
  • Tagungsbeitrag (ohne Verpflegung/ohne Übernachtung), € 110.00

Ansprechpartner

Christine Lerner
Evangelische Akademie Hofgeismar
Gesundbrunnen 11, 34369 Hofgeismar
Tel.: (05671) 881-118, Telefax: (05671) 881-154
E-Mail: gesellschaft.akademie@ekkw.de